NRUNO cBOT · VOLLSTÄNDIGE BEDIENUNGSANLEITUNG

Den NRUNO cBot sicher einrichten

Installation, Verbindung, Orderverhalten, Schutzfunktionen und Trailing – mit konkreten Beispielen für Forex, Indizes und Bitcoin.

Gesamtansicht der cBot-Parameter: Verbindung, LIVE-Schutz, Volumen, Entry-Filter und lokale Schutzfunktionen.
Detailansicht: Max Spread, Handelszeiten, lokaler SL/TP, Fixed- und R-Step-Trailing, FVG-Trailing und Break-even.

1. Installation in cTrader

  1. Öffne cTrader Desktop und den Bereich Automate/Algo.
  2. Importiere die bereitgestellte NRUNO-cBot-Datei, baue das Projekt und füge eine Instanz zum gewünschten Konto und Chart-Symbol hinzu.
  3. Öffne vor dem Start das Zahnrad und prüfe alle Parameter. Nutze PAPER zuerst nur für die Signal- und Verbindungsprüfung. Teste echte Orderausführung anschließend im Demokonto deines Brokers.
  4. Nach der Einrichtung läuft der cBot in der cTrader Cloud. Dein Computer und cTrader Desktop müssen deshalb nicht geöffnet bleiben. Voraussetzung ist, dass die Cloud-Instanz aktiv ist und mit dem Broker sowie NRUNO verbunden bleibt.

2. NRUNO, Connector-Key und WebSocket

Kopiere den Connector-Key aus deinem NRUNO-Dashboard vollständig in das gleichnamige cBot-Feld. Der Key authentifiziert genau diesen Zugang; er gehört niemals in eine TradingView-Alarmnachricht oder einen öffentlichen Screenshot.

Nach dem Start baut der cBot eine verschlüsselte WebSocket-Verbindung zu NRUNO auf. Im Dashboard muss der Zugang als verbunden erscheinen. Die Webhook-URL kommt dagegen in TradingView. Webhook-URL und Connector-Key haben verschiedene Aufgaben und dürfen nicht vertauscht werden.

3. PAPER und LIVE

PAPER

NRUNO nimmt das Signal an und protokolliert, was geschehen wäre; es wird keine Brokerorder eröffnet. PAPER dient nur dazu zu prüfen, ob BUY-, SELL- und EXIT-Signale korrekt bei NRUNO ankommen, dem richtigen Zugang zugeordnet und verarbeitet werden. PAPER bildet Spread, Slippage, Broker-Ablehnungen und die tatsächliche Ausführung nicht realistisch ab.

BROKER-DEMO

Für den eigentlichen Test empfehlen wir das Demokonto genau des Brokers, den du später nutzen möchtest. Dort kannst du reale Orderwege, Symbolnamen, Mindestvolumen, Spreadfilter, SL/TP, Trailing und EXIT unter den Bedingungen dieses Brokers prüfen – ohne echtes Geld zu riskieren.

Empfohlene Reihenfolge: 1. PAPER: Kommen die Signale korrekt an? 2. Broker-Demokonto mit echten Orderausführungen: Stimmen Volumen, Symbol, SL/TP, Trailing, Spreadfilter und EXIT? 3. Erst danach LIVE auf einem Echtgeldkonto und zunächst mit dem kleinsten zulässigen Volumen.

4. Symbole, Lotgröße und Positionsgröße

Das Signal-Symbol muss dem Broker-Symbol entsprechen. EURUSD ist nicht automatisch EURUSD.c, NAS100 nicht automatisch US100 oder USTEC und GER40 nicht automatisch DE40. Eine nicht vorhandene Bezeichnung wird abgelehnt. Verwende entweder exakt den cTrader-Namen oder ein ausdrücklich eingerichtetes Mapping.

cTrader verarbeitet Volumen intern häufig in Einheiten, während die Oberfläche Lots zeigt. 1,00 Lot Forex entspricht typischerweise 100.000 Basiseinheiten; bei Indizes, Krypto und CFDs kann die Kontraktgröße völlig anders sein. Der cBot normalisiert auf Mindestvolumen und Volumenschritt des Brokers. Prüfe vor LIVE im Orderticket, welchem Geldrisiko das Ergebnis entspricht.

5. Stop Loss und Take Profit

SL und TP sind optional. Sendet TradingView gültige SL-/TP-Werte, verwendet der cBot diese signalbezogenen Werte. Sendet TradingView nur BUY oder SELL, bleibt die Position ohne SL/TP, außer du hast einen lokalen Stop beziehungsweise lokalen Take Profit im cBot aktiviert. Lokale Werte sind der Rückfallwert; sie ersetzen keine mitgesendeten gültigen Werte.

Ohne SL ist das Verlustpotenzial nicht begrenzt. R-basierte Trailing- und Break-even-Regeln benötigen außerdem einen ursprünglichen Risikobetrag und funktionieren deshalb nur mit einem gültigen Anfangs-SL.

6. Max Spread, Handelszeiten und Signal-Alter

Max Spread
Ist der aktuelle Ask-Bid-Abstand größer als dein Grenzwert, wird ENTRY blockiert. Beispiel: Grenze 2,0 Pips, aktueller Spread 2,4 Pips → kein Trade. EXIT und Notfall-Schließungen dürfen nicht durch einen Entry-Spreadfilter verzögert werden.
Handelszeit / Session
Neue Entries werden nur im eingestellten Zeitfenster akzeptiert. Kontrolliere Zeitzone und Sommerzeit. Bereits offene Positionen bleiben offen; EXIT und Schutzfunktionen müssen auch außerhalb des Entry-Fensters arbeiten.
Entry-Timeout / Signal-Alter
NRUNO vergleicht Signalzeit und Empfangszeit. Ist ein ENTRY älter als die eingestellte Grenze, wird er als abgelaufen abgelehnt. Dadurch wird ein verspäteter Einstieg nicht nachträglich ausgeführt, wenn sich der Markt bereits weiterbewegt hat. Für schnelle Strategien empfehlen wir 2 Sekunden. Falls reguläre Signale dadurch vereinzelt ablaufen, kann auf 3 Sekunden erhöht werden. Größere Werte sind keine allgemeine Empfehlung und sollten nur bewusst bei langsameren Strategien verwendet werden. EXIT und Emergency Exit bleiben davon unberührt.

7. BUY, SELL, EXIT und Emergency Exit

  • BUY: eröffnet eine Long-Position für Symbol und Zugang.
  • SELL: eröffnet eine Short-Position.
  • EXIT: schließt die zugeordnete offene Position des Symbols; es eröffnet keine Gegenposition. Nutze pro Symbol und cBot-Instanz nur eine aktive Strategie, damit ein EXIT nicht die Position einer anderen Strategie trifft.
  • Emergency Exit: ist die manuelle Notfall-Schließung. Prüfe danach im cTrader-Positionsfenster, dass die Position wirklich geschlossen wurde; bei Markt- oder Verbindungsfehlern kann auch eine Schließung abgelehnt werden.

Pyramiding erlaubt – bis zum eingestellten Maximum – mehrere Positionen in gleicher Richtung. Hedging erlaubt BUY und SELL gleichzeitig; dann sind SL und TP Pflicht und Trailing/Break-even werden deaktiviert. Bei deaktiviertem Hedging darf keine unkontrollierte Gegenposition entstehen: teste einen Richtungswechsel ausdrücklich im Demokonto deines Brokers.

8. Trailing vollständig erklärt

Trailing wird erst aktiviert, wenn der Trigger der gewählten Methode erreicht ist. Bis dahin bleibt der ursprüngliche SL unverändert. Ein neuer SL wird nur in Gewinnrichtung akzeptiert: bei Long niemals tiefer, bei Short niemals höher. Der Stop wird daher nicht wieder gelockert, wenn der Kurs zurückläuft.

Fixed

Fixed Activation bestimmt den Gewinnabstand bis zum Start. Fixed Distance ist danach der Abstand vom aktuellen Preis. Long: SL = Bid minus Abstand. Short: SL = Ask plus Abstand. Beispiel 20/10: ab +20 Pips folgt der SL mit 10 Pips Abstand.

R Steps

R ist der anfängliche Abstand zwischen Einstieg und SL. Trigger 1R/Lock 0,1R bedeutet: bei +1R wird mindestens +0,1R gesichert. Weitere Stufen dürfen den SL nur verbessern. Ohne Anfangs-SL ist R nicht definiert.

FVG

Der cBot sucht im gewählten Zeitrahmen bestätigte Fair Value Gaps. Mindestgröße filtert kleine Lücken, Buffer setzt den SL zusätzlich hinter die FVG-Grenze, Safety Stop kann den maximal zulässigen Abstand begrenzen. Ein Update erfolgt nur bei bestätigter, gültiger Struktur.

Break-even

Break-even Trigger (R) bestimmt, wann die Funktion greift. Break-even Plus (R) legt den SL nicht exakt auf Einstieg, sondern um den Anteil R in Gewinnrichtung. Beispiel Trigger 1,5R und Plus 0,1R: Bei +1,5R wird mindestens +0,1R gesichert. Gebühren, Swap und Slippage können trotzdem zu einem kleinen Nettoverlust führen.

Teilgewinne und Restposition

Die hier gezeigte cBot-Version enthält keinen eigenen Parameter zum automatischen Teilverkauf. Wird eine Position extern oder durch eine andere aktivierte Funktion teilweise geschlossen, verwaltet Trailing nur das verbleibende Volumen; bereits geschlossener Gewinn wird nicht wieder geöffnet. Prüfe nach jedem Teilverkauf Positions-ID, Restvolumen und SL in cTrader.

9. Pips, Punkte und Ticks einfach erklärt

Bei EURUSD und GBPUSD ist 1 Pip normalerweise 0,0001. Ein Kursweg EURUSD 1,08500 → 1,08600 sind 10 Pips. Manche Broker zeigen eine fünfte Nachkommastelle: 0,00001 ist dann ein Tick/Point, also meist 0,1 Pip. Bei JPY-Paaren ist 1 Pip üblicherweise 0,01.

Bei Indizes und Krypto ist „Punkt“ meist ein Preisabstand von 1,0, aber cTrader-Parameter mit der Beschriftung „pips“ rechnen technisch mit Symbol.PipSize. Deshalb gilt immer: Preisabstand = Eingabewert × PipSize. Zeigt cTrader für NAS100 PipSize 0,1, ergeben 100 cBot-Pips einen Preisabstand von 10,0 Indexpunkten. 10 Forex-Pips sind daher nicht dasselbe wie 10 NASDAQ-Punkte.

Kontrolle in cTrader: Öffne Symbolinformation → PipSize/TickSize und rechne den erwarteten Stoppreis aus. Prüfe zuerst in PAPER, ob das Signal korrekt ankommt. Kontrolliere danach im Demokonto deines Brokers Einstieg, SL, TP und das angezeigte Geldrisiko im Positionsfenster. Größerer SL-Abstand bedeutet bei gleichem Volumen größeres Geldrisiko. Soll das Geldrisiko gleich bleiben, muss die Positionsgröße bei größerem Stop kleiner werden.

10. Rechen- und Signalbeispiele

EURUSDPipSize 0,0001; BUY 1,0850; SL 20 Pips → 1,0830; TP 40 Pips → 1,0890.
GBPUSDPipSize 0,0001; SELL 1,2700; SL 15 Pips → 1,2715; TP 30 Pips → 1,2670.
NAS100 / NASDAQBeispiel PipSize 0,1: gewünschte 20,0 Indexpunkte = 200 cBot-Pips. Brokerwert vorher prüfen.
DAX / GER40Beispiel PipSize 0,1: gewünschte 15,0 Indexpunkte = 150 cBot-Pips.
BTCUSDBeispiel PipSize 0,01: gewünschter Preisabstand 500 USD = 50.000 cBot-Pips. Kontrakt- und PipSize sind stark brokerabhängig.
  • TradingView mit SL/TP: BUY EURUSD mit SL 1,0830 und TP 1,0890 → diese Preiswerte werden verwendet, sofern Brokerregeln sie zulassen.
  • Nur BUY/SELL: ohne lokale Schutzwerte startet die Position ohne SL/TP; mit aktiviertem lokalem 20/40-Pip-Schutz setzt der cBot die lokalen Abstände.
  • EXIT: Ein EXIT für EURUSD schließt die zugeordnete EURUSD-Position des Zugangs.
  • Trailing: Long-Einstieg 1,0850; Aktivierung 20 Pips; Abstand 10 Pips. Bei Bid 1,0870 wird SL ungefähr 1,0860. Steigt Bid auf 1,0880, folgt SL auf 1,0870; fällt Bid, bleibt SL 1,0870.
  • Max Spread: Grenze 2,0 Pips; aktueller Spread 2,4 → BUY/SELL wird blockiert und als abgelehnt protokolliert.

11. Mehrere Connectoren und Zugänge

Jeder Connector-Zugang besitzt einen eigenen Key und eine eigene cBot-Instanz. Verwende für Konto A niemals den Key von Konto B. Benenne die Zugänge im Dashboard nach Konto/Strategie, zum Beispiel „ICMarkets-Demo-EURUSD“ und „Pepperstone-Live-NAS100“. Pro Instanz: richtiges cTrader-Konto, richtiges Symbol, richtiger Key und passende PAPER/LIVE-Einstellung.

Mehrere Connectoren können parallel laufen, solange dein Tarif genügend Zugänge enthält. Ein Signal wird nur an den authentifizierten, zugeordneten Zugang weitergeleitet. Sende vor LIVE je Zugang einen eigenen BUY-/SELL-/EXIT-Test.

12. Checkliste vor LIVE

Cloud-cBot läuft und Dashboard zeigt verbundenKonto und Symbol stimmen exaktPipSize/TickSize kontrolliertVolumen mit kleinstem Wert im Broker-Demokonto getestetBUY, SELL und EXIT zuerst in PAPER, danach im Broker-Demokonto geprüftSL/TP-Fallback bewusst gewähltSpread-, Session- und Timeout-Grenzen im Broker-Demokonto geprüftTrailing und Break-even im Broker-Demokonto geprüftEmergency Exit im Broker-Demokonto ausgeführt